Hypnosepraxis aureus

Hypnose und Hypnosetherapie

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Therapie für Kinder

Angefangen von Konzentrationsstörungen, über Essstörungen bis hin zu unbewältigter Trauer um den Verlust eines nahen Angehörigen:

Kinder kommen mit sehr vielschichtigen Problemen in unsere Praxis.

Ein Schwerpunkt der hypnotherapeutischen Arbeit liegt dabei auf der so genannten Aufmerksamkeitsdefizit-Störung mit oder ohne Hyperaktivität (ADS/ADHS). Häufig wird in der Psychotherapie statt von einer Störung auch von einem „Syndrom“ gesprochen.

Näheres zu ADS und ADHS:

Die Diagnose ADS oder ADHS ist selbst für Psychotherapeuten heute noch schwierig. Es gibt keine anerkannten Messverfahren oder Diagnosemethoden, die eindeutig den Schluss zulassen, dass es sich um diese, mittlerweile als Massenerkrankung zu bezeichnende Störung bei Kindern handelt. Ein unruhiges oder unkonzentriertes Kind muss noch lange nicht hyperaktiv sein und behandelt werden.

Ob es sich tatsächlich um ADS oder ADHS handelt, lässt sich erst feststellen, wenn man das Kind längere Zeit beobachtet und nicht nur die Eltern, sondern auch andere Bezugspersonen, wie Erzieherinnen und Lehrer, befragt.

Erst wenn feststeht, dass ein Kind über einen längeren Zeitraum Verhaltensstörungen zeigt, die weit über ein altersgerechtes Maß hinausgehen, ist eine therapeutische Behandlung als sinnvoll einzustufen.

Häufig wird allzu schnell eine ADS oder ADHS-Diagnose gestellt, ohne zu fragen, ob nicht vielleicht auch die Rahmenbedingungen für das Kind ungeeignet sind.

 

Therapie für Kinder Heilpraktiker

Heutzutage werden Kinder in ein sehr enges Zeitkorsett gezwängt:

Sie müssen nicht nur pünktlich und lange in der Schule sein, sondern haben auch noch die Hausaufgaben zu bewältigen. Immer häufiger steht auch noch Nachhilfe oder eine andere Fördermaßnahme auf dem Programm.

Dann geht es weiter zur Musikschule und danach zum Sport. Schließlich wollen „wir“ für unsere Kleinen nur das Beste. Sie sollen mit idealen Voraussetzungen ins Leben starten und keine Nachteile gegenüber „den Mitbewerbern“ haben.

Deshalb nimmt die Sensibilität der Eltern immer weiter zu, wenn es darum geht, Defizite bei ihren Kindern auszumachen. Kinderpsychologen und Psychotherapeuten werden deshalb immer häufiger konsultiert.

Es soll auf keinen Fall eine Entwicklungsverzögerung oder eine mögliche Erkrankung übersehen werden.

Dies zeigt sich auch darin, dass mittlerweile fast jedes dritte Kind spezifische Förder- und/oder Therapiemaßnahmen im Vorschulalter erhält.

Dabei gibt es ein weites Spektrum von Normalität in der kindlichen Entwicklung. Kinder entwickeln sich sehr individuell: was das eine schon kann, muss im gleichen Alter nicht auch auf ein anderes ansonsten normal entwickeltes Kind zutreffen. Bleiben sie gelassen und billigen Sie Ihrem Kind eine eigene Entwicklung zu, bevor Sie es mit zum Teil unnötigen oder sogar schädlichen Förder- und Behandlungsprogrammen konfrontieren.

Im Zweifel suchen Sie einen spezialisierten Kinderarzt oder eine Erziehungsberatungsstelle auf. Dort wird Ihnen weitergeholfen, wenn es darum geht, Entwicklungsdefizite zu diagnostizieren.

Sorgen Sie auch dafür, dass Ihrem Kind Zeit für Belangloses oder das Spiel mit Gleichgesinnten bleibt. Diese Zeit ist äußerst wichtig, wird aber gemäß Erwachsenenmaßstäben häufig nicht als entwicklungsrelevant eingestuft. Viele Eltern schaffen es gerade noch, ihre Kinder im engen Zeitplan zwischen Privat- und Berufsleben unterzubringen. Das Kind muss sich dem Lebensentwurf der Eltern anpassen und wird bewusst oder unbewusst zum Planungsfaktor, der kaum Abweichungen zulässt.

Wenn es dann doch zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt, macht sich unter den Eltern Nervosität breit. Eine Nervosität, die Kinder mit ihren feinen Antennen sehr intensiv wahrnehmen. Selbst dann, wenn man es ihnen lange Zeit nicht anmerkt. Das Ergebnis sind Kinder, die nicht nur verunsichert sind, sondern auch unkonzentriert, nervös und mitunter aggressiv.

 

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken:

ADS bzw. ADHS existiert und wird zunehmend auch mit Vererbungskomponenten und Veränderungen im Gehirn in Zusammenhang gebracht.

Nur bevor man diese Diagnose stellt, sollte man sich die Mühe machen, sämtliche Faktoren im Umfeld des Kindes zu analysieren und nicht vorschnell die häufig „bequeme“ Diagnose ADS oder ADHS zu erzwingen, um endlich ein Etikett auf das ungebührliche Verhalten kleben zu können. Mit allen daraus folgenden Konsequenzen, wie der Gabe von Medikamenten, wie Ritalin oder Concerta, die starke Nebenwirkungen haben können.

 

Wann könnte Ihr Kind unter ADS oder ADHS leiden?

Anzeichen für die Annahme, dass eine krankhafte Störung vorliegen könnte, sind:

  • länger anhaltende Nervosität
  • länger anhaltende Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
  • Flüchtigkeitsfehler
  • leichte Ablenkbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • impulsives Verhalten
  • Neigung sich zu verletzen
  • Schwierigkeiten, Verhaltensgrenzen einzuhalten
  • geringes Durchhaltevermögen und eine niedrige Toleranzschwelle bei fordernden Tätigkeiten
  • häufiges Wechseln zwischen Aktivitäten
  • starke Aktivität in Situationen, die Ruhe verlangen (z.B. beim Essen, in der Kirche, bei Besuchen)
  • Störungen des Sozialverhaltens (Schlagen und Raufen)
  • motorische Störungen, wie unaufhörliches Nesteln mit den Fingern oder Füßen
  • ein ständiger, zielloser Bewegungsdrang, der sich in unaufhörlichem Rennen, Hüpfen oder Wippen zeigen kann
  • die Störungen treten vor dem 6. Lebensjahr auf und halten mindestens sechs Monate an.

 

Bitte beachten Sie, dass nach dem ICD-10 (International Classification of Diseases) mindestens drei Kriterien erfüllt sein müssen, um zu der Annahme zu gelangen, dass ADS oder ADHS vorliegen könnte.

Stellen Sie das Kind auf jeden Fall einem spezialisierten Kinderarzt vor, wenn Sie Zweifel haben.

Körperliche Ursachen, wie erhöhte Schilddrüsenhormonwerte, müssen ärztlicherseits ebenfalls ausgeschlossen werden.

Auch Herr steht Ihnen aufgrund seiner Erfahrung im Umgang mit Kindern und AD(H)S für eine erste Beratung zur Verfügung und kann als Hypnosetherapeut und Heilpraktiker ermitteln, ob ein Behandlungsbedarf besteht.

 

Weitere Problemfelder kindlicher Störungen, die immer wieder in Erscheinung getreten sind:

  • Bettnässen
  • Mobbing in der Schule durch Mitschüler oder Lehrer
  • Existenzängste und Unsicherheiten
    (gerade nach Trennung der Eltern)
  • Selbstmordgedanken (besonders in der Pubertät)
  • unkontrollierte Wutanfälle
  • Fingernägelkauen
  • Daumennuckeln
  • Stottern
  • extreme Schüchternheit
    (oft mit Minderwertigkeitsgefühlen verbunden)
  • Mutismus (Unfähigkeit zu sprechen)
  • Essstörungen

 

Die Blow-away-Methode:

Ein wichtiger Bestandteil der Therapie bildet die aus England stammende „Blow-away-Methode„, die speziell für Kinder entwickelt wurde und dort seit fast zwanzig Jahren mit gutem Erfolg eingesetzt wird. Diese zielt darauf ab, dem Kind Sorgen und Ängste zu nehmen, um die weitere Entwicklung von „Blockaden und Hindernissen“ zu entlasten, die möglicherweise zu starken Beeinträchtigungen geführt haben.

Ablauf einer Blow-away-Sitzung:

Die Sitzung beginnt mit einem informellen und offenen Gespräch, das sich stark am Kind orientiert. Die begleitenden Eltern sollten dem Zwiegespräch zwischen dem Therapeuten und ihrem Kind nur ruhig folgen und zuhören. Mit ADHS-Kindern wird aufgrund der Symptomatik nur ein recht kurzes Gespräch geführt, um die Konzentrationsfähigkeit nicht zu überreizen.

Das Kind soll sich aufgenommen und geborgen fühlen. Mitunter wird sehr jungen Kindern auch ein gemeinsames Spielangebot gemacht, um „das Eis zu brechen“ und die Situation zu entspannen.

 

Das Kind wird dann im Gespräch auf die kommende Sitzung vorbereitet, um evtl. vorhandene Ängste zu nehmen.

Wenn das Kind einen stabilen Trancezustand erreicht hat, werden verschiedene Gefühlsebenen in ihm angesprochen, die unter Hypnose wesentlich leichter zugänglich sind. Das kritische Bewusstsein tritt ein wenig zurück und lässt für ca. 35 Minuten den Gefühlen den Vorrang.

Das Kind wird unter Hypnose aufgefordert, negative Erlebnisse und Gefühle, die meist schon seit längerer Zeit in ihm für Unruhe sorgen, mittels eines kräftigen Atemstoßes „auszupusten„. Diese vereinfacht dargestellte Hypnosemethode für Kinder führt mitunter schon nach einer Sitzung zu erstaunlichen Ergebnissen.

Manchmal ist es nur ein falsch verstandenen Wort oder eine als unberechtigt empfundene Strafe, die einem Erwachsenen nichtig erscheint, die in einem Kind aber zu enormen Stress geführt hat. Durch die Blow-away-Technik entlastet sich Ihr Kind von negativen Gefühlen und Stress und es kann wieder neues Selbstvertrauen schöpfen.

Am Ende der Sitzung folgen einige positive Suggestionen, die Ihrem Kind helfen, das gerade Erlebte zu verarbeiten und vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken.

Wichtig:

Ihr Kind hat ein Anrecht auf seine Privatsphäre. Was Ihr Kind tief in seinem Innern „gefunden und ausgepustet“ hat, gehört ihm ganz allein.

Lassen Sie Ihr Kind nach der Sitzung für mehrere Stunden ruhen und befragen sie es bitte nicht; es sei denn es bittet ausdrücklich darum.

Kinder sind genauso unterschiedlich in ihren Bedürfnissen wie Erwachsene.

 

Suggestive Therapiemöglichkeiten:

Mit Kindern wird nur rein suggestiv gearbeitet, da ihnen die Reife für den Erkenntnis gewinnenden Prozess während einer Hypnoanalyse fehlt.

Bei fast allen Beschwerdebildern werden die Kinder an die Selbsthypnose herangeführt, damit sie nicht vom Psychotherapeuten oder Heilpraktiker abhängig werden, sondern sich in den entscheidenden Situationen (z.B. in der Schule) selbst in einen angenehmen, aber konzentrierten Zustand versetzen können
Eine suggestive Sitzung für Kinder nimmt ca. 35 Minuten in Anspruch.

Wichtig ist für uns bei jeder Form der Behandlung, dass Kinder als Menschen mit Würde wahr- und ernst genommen werden.

Besonders Heranwachsende fühlen sich oft macht- oder hilflos. Sie sind ständig fremdbestimmt und müssen Ihr Verhalten an den Erwartungen der Erwachsenen messen lassen.

Was als Kleinkind noch als willkommener Schutzinstinkt der Eltern interpretiert und dankbar angenommen wird, kann im jungen Erwachsenalter schnell zur Qual werden. Nie wieder hat der Mensch so oft mit quälenden Suizidgedanken zu tun, wie in dieser Phase zwischen Kind und Erwachsenem.

Für einen Moment inne zu halten und sich in ein Kind hineinzuversetzen, das es angeblich so gut hat und nicht selbst für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, bringt uns die Realität ein Stückchen näher.

Es kommt nicht darauf an, wie wir als Eltern die Probleme der Kinder interpretieren, sondern es kommt darauf an zu erkennen, welche Sorgen sie tatsächlich mit sich herumtragen.

Kindersorgen können enorm groß sein und denen Erwachsener in nichts nachstehen.

 

Therapie für Kinder Heilpraktiker

Die Arbeit mit Kindern:

Die Arbeit mit Kindern ist gleichermaßen einfach wie schwierig.

Kinder erreichen einen Trancezustand dank ihrer noch ausgeprägten Phantasie sehr schnell und ohne Probleme.

 

Selbst Kinder mit starken Konzentrationsstörungen können in diesen Trancezustand versetzt werden, wenn man ihnen keine Methode überstülpt, sondern sie spielerisch an die Hypnose heranführt.

Für eine Hypnose eignen sich Kinder ab ca. sechs Jahren. Eine Altersgrenze zu ziehen ist schwer, da es auf die persönliche Reife und das Verständnis des Kindes ankommt. Im Vorgespräch wird jedoch schnell deutlich, ob eine Hypnosebehandlung für ein derartig junges Schulkind in Frage kommt oder nicht.

Kinder werden dann aufgrund verbandsrechtlicher Vorschriften nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten behandelt.

Wichtig ist, dass Kinder (gerade wenn sie sich in der Pubertät befinden) die Einsicht entwickeln können, aktiv am Therapieprozess mitarbeiten zu müssen. Besonders das Erlernen der Selbsthypnose setzt Eigeninitiative voraus und ist mit Entspannungsübungen verbunden, die auch im häuslichen Umfeld ausgeführt werden müssen. Ohne die (echte) Einwilligung des Kindes in den therapeutischen Vorgang kann deshalb kein befriedigender Therapieausgang erwartet werden.

Bitte überreden Sie Ihre Kinder daher nicht gegen ihren Willen zu einer Therapie.

Wenn eine Aussicht besteht, Ihrem Kind helfen zu können, wird  Ihnen dies auch gesagt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass  Ihnen im Einzelfall auch eine andere Therapieform für Ihr Kind empfohlen wird, wenn  im Vorgespräch dieser Eindruck gewonnen werden sollte.

Melden Sie sich bitte für ein unverbindliches Vorgespräch an und stellen Sie die Fragen, die Ihnen wichtig sind, wenn Sie Interesse an einer Hypnosebehandlung haben.

Sie erreichen unsere zentral in Niedersachsen gelegene Hypnose- und Heilpraktiker-Praxis in Oldenburg leicht aus Richtung Bremen, Cloppenburg und Delmenhorst. Klicken Sie für eine Wegbeschreibung bitte hier.

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Therapie für Kinder Heilpraktiker

Es gibt ein weites Spektrum von Normalität in der kindlichen Entwicklung

Stellen Sie das Kind auf jeden Fall einem spezialisierten Kinderarzt vor, wenn Sie Zweifel haben.

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