Foto Nekrophobie oder Thanatophobie

Wie lässt sich die Angst vor dem Tod überwinden?

Der Tod ist eines der größten Tabus unserer Zeit. Wir sperren die Alten, denen der Tod schon im Nacken zu sitzen scheint, in Altenheimen zusammen und statten ihnen nur noch selten Besuche ab. Sie sind aus der Mitte unserer Gesellschaft, aus der Mitte unserer Familien verschwunden. Doch nicht nur mit den Alten, erste recht mit den Sterbenden kommen wir kaum noch in Berührung. Sie scheiden in Krankenhäusern oder im Hospiz aus dem Leben. Als Angehörige sind wir hin- und hergerissen zwischen dem schlechten Gewissen und der Abneigung gegen das Sterben.

Angst vor dem Tod oder dem Sterben?

Viele Menschen sagen, sie hätten keine Angst vor dem Tod, sondern vor dem Sterben. Andere wiederum fürchten tatsächlich den Zustand, wenn sie „nicht mehr da sind“, wobei das bei näherem Hinsehen unlogisch erscheint. Denn wenn man nicht mehr da ist, kann einen natürlich auch nichts mehr stören. Das wusste schon der griechische Philosoph Epikur, der proklamierte:

So ist also der Tod, das schrecklichste der Übel, für uns ein Nichts: Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr. Folglich betrifft er weder die Lebenden noch die Gestorbenen, denn wo jene sind, ist er nicht, und diese sind ja überhaupt nicht mehr da.

Wir haben wenig Erfahrung mit dem Tod

Die Ursache für die übersteigerte Angst vor dem Tod – auch Nekrophobie oder Tanatophobie genannt – scheint also an unserer mangelnden Erfahrung mit ihm zu liegen. Und wer mit ihm konfrontiert ist, der „kommt nicht gut weg“. Er bringt Trauer und Schmerz und scheint nicht mehr als ein Nichts zu hinterlassen. Doch wie sollten wir die Ahnen ehren, wenn sie immer noch unter uns weilten?

Der Staffelstab des Lebens muss unablässig zur nächsten Hand gereicht werden, und das ist eigentlich ein Grund zu feiern. Denn ganz im Sinne der Polarität bedeutet es, dass wir ohne den Tod auch nicht am Leben wären.

In Mexiko werden die Toten gefeiert

In Mexiko zum Beispiel weiß man das, wenn man ungefähr zu Allerseelen den Días de Muertos, den Tag der Toten feiert. Ein außerordentlich buntes Fest voller Zuckerkringel und bemalter Gesichter, an dem die Ahnen dem Glauben nach ganz persönlich teilnehmen.

Die Nekrophobie darf nicht am Leben hindern

Ein wenig Angst vor dem Tod ist sicherlich normal, denn er ist der „große Unbekannte“. Doch wenn die Nekrophobie – also die Angst vor dem Tod – pathologisch wird und dem Leben im Weg steht, dann kann ihr auch mit Hypnose wirksam entgegengewirkt werden.

Ist die Angst vor dem Tod ein Instinkt?

Einmal angenommen, wir Menschen sind hoch entwickelte Säugetiere, dann hilft ein Blick ins Tierreich, um die „natürliche Einstellung“ zum Tod besser verstehen zu können. Tiere gehen nämlich ganz anders mit dem Thema um als wir selbst. Sie haben keine „Angst vor dem Tod“. Fluchttiere laufen nicht vor ihm davon, Jäger greifen ihn nicht an.

Die meisten Tiere entfernen sich vom Rudel, wenn sie spüren, dass sie sterben werden. Sie werden ruhig, ziehen sich zurück, und „gehen“ einfach. Nur der Mensch kann dies kaum ertragen. Er begleitet sein Tier nicht auf einem natürlichen Weg, sondern beendet „sein Leiden“, das meist nur sein eigenes ist.

Natürlich gibt es Ausnahmen, doch heute werden wesentlich mehr Haustiere eingeschläfert als früher. Der „tierische Begleiter“ wird eben oft vermenschlicht und die eigenen Ängste werden auf ihn projiziert. Diese Ängste entspringen jedoch direkt dem Denken und sind nicht instinktiv angelegt. Die Angst vor dem Tod sollte nicht dem Überlebensinstinkt verwechselt werden!

Gibt es eigentlich „Tod“?

Wenn wir einen Blick auf die Natur werfen, dann fällt auf, dass es dort eigentlich keinen Tod gibt. Individuelle Formen werden aufgegeben, doch insgesamt führt das nicht zu weniger Leben. Der Baum wirkt im Winter zwar tot, befindet sich jedoch nur in einer Ruhephase und erwacht im Frühjahr zu „neuem Leben“.

Dort, wo ein verheerender Waldbrand tobte, ist einige Zeit später die fruchtbarste Erde zu finden, und der tote Körper in der Erde lässt darüber wachsende Pflanzen ebenfalls sehr gut gedeihen. Leben und Tod scheinen in der Natur Hand in Hand zu gehen – warum nicht in unserem Denken?

Schöne Theorie, doch was ist mit der Praxis?

Kluge Worte über den Tod klingen zwar schön, doch wenn es darauf ankommt, dann ist die Panik ganz schnell wieder da. Sei es, dass wir beim Arzt auf eine Diagnose warten, den Krebs besiegen mussten (und nun fürchtet, dass er wieder kommt) oder nach einem Unfall am „seidenen Faden hängen“. Auch der drohende Tod geliebter Menschen bringt unser Blut in Wallung, lässt uns schwindeln und nimmt uns die Luft zum Atmen. Diese körperlich spürbare Angst ist also sehr real, und doch müssen wir lernen, mit ihr umzugehen. Denn wenn sich eines sicher über den Tod sage lässt, dann ist es, dass er unausweichlich ist. Wir müssen uns also mit ihm beschäftigen.

Damit das besser gelingt, kann Hypnose eingesetzt werden. Anstatt sich im Bewusstsein mit all den unangenehmen Dingen beschäftigen zu müssen, durch die unsere Angst vor dem Tod entstanden ist, lassen wir die Hypnose auf unser Unterbewusstsein wirken und werden unsere Angst vor dem Tod wie im Schlaf los.

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