Klaustrophobie / Angst vor Enge – Definition, Ursachen und Therapie

Klaustrophobie – die Angst vor der Enge: Definition, Ursachen und Therapie

Klaustrophobie ist eine Angststörung, bei der Betroffene sich davor fürchten, eingesperrt zu sein, Enge ertragen zu müssen oder hinter einer geschlossenen Tür zu ersticken. Rund 7% der Deutschen sind von dieser spezifischen Angst betroffen, die mit Hypnose gelindert werden kann.

Die Panik vor Enge, Menschenansammlungen oder geschlossenen Räumen ist eine Angst, der man schwer aus dem Weg gehen kann. Man wird in ganz alltäglichen Situationen mit ihr konfrontiert, manchmal sogar ganz überraschend, was für die Betroffenen besonders schlimm ist.

Was bedeutet Klaustrophobie für die Betroffenen?

“Angst ist die größte Handbremse im Leben. Wer seine Ängste kontrolliert, der ist auf einer ungehinderten Erfolgsfahrt durchs Leben.”
(Christian Bischoff)

Die gemeinsame Fahrt im Fahrstuhl, die ein Kollege vielleicht dazu nutzt, mit dem Chef einen Plausch zu halten, löst bei einer Person mit Klaustrophobie nur Panik aus. Der Weg durch das Treppenhaus ist einsam, wird jedoch als sicherer empfunden. Eine enge Unterführung oder ein Tunnel bringen unkontrollierbare Schweißausbrüche, Zittern und Atemnot mit sich.

Der Betroffene kennt alle Umwege, auf denen er die „gefährlichen“ Abschnitte meiden kann. Die Reise per Flugzeug wird ebenso gemieden wie öffentliche Toiletten, gut besuchte Sportveranstaltungen oder Menschenansammlungen wie etwa auf einem Weihnachtsmarkt. Gerade wenn jemand in der Stadt wohnt, ist er aufgrund seiner Klaustrophobie ständig in seinem Leben beeinträchtigt. Er muss seine Wege und Handlungen genau planen, um sich vor den beklemmenden Situationen schützen zu können. Darunter leidet das soziale Leben und manchmal auch die Karriere. Grund genug, etwas gegen die Klaustrophobie zu unternehmen.

Wir beschäftigen uns mit Ursachen und Lösungsmöglichkeiten dieser Angst mit den vielen Gesichtern. Hypnose kann helfen, die Panik vor engen Räumen und überfüllten Plätzen aufzulösen.

Was heisst Klaustrophobie?

Um eine Erscheinung besser verstehen zu können, hilft oft der Blick auf ihren Namen. Ebenso verhält es sich mit der Klaustrophobie, die wörtlich übersetzt aus den Begriffen Angst (griechisch: φόβος phóbos) und Riegel bzw. Schloss (lateinisch: claustrum) zusammengesetzt wird.

Die auch als Raumangst oder Platzangst bekannte Panik bezieht sich auf eine tatsächlich oder eventuell auftretende Situation, auf das Engegefühl und die Angst, keine Luft mehr zu bekommen. Sie wird allerdings auch durch die Sorgen hervorgerufen, einer Situation nicht ausweichen oder entfliehen zu können.

Im übertragenen Sinn fühlt sich ein Betroffener auch in seinem Körper eingesperrt. Daher kommt auch der umgangssprachlich verwendete Ausdruck „Platzangst“, der dieses Gefühl der Enge beschreibt. Man hat das Gefühl, „platzen“ zu müssen, wenn sich die Panik im Körper ausbreitet. Oder man drückt damit aus, dass man zu wenig Platz hat. Streng genommen handelt es sich bei Raumangst und Platzangst jedoch um zwei verschiedene Ängste, die sich allerdings in manchen Ausprägungen gleichen.

Ist Platzangst das gleiche wie Klaustrophobie?

Klaustrophobie wird auch als Raumangst bezeichnet, während der synonym verwendete Begriff Platzangst eigentlich das Gegenteil bezeichnet, nämlich die Angst vor weiten Räumen, unübersichtlichen Plätzen und unbekannten Gegenden. Es ist dann wirklich der reichlich vorhandene Platz und die Unübersichtlichkeit, welche die Panik auslösen. Diese Angststörung wird als Agoraphobie bezeichnet. Die Symptome sind allerdings recht ähnlich – ebenso wie die Tatsache, dass das alltägliche Leben rigiden Einschränkungen unterworfen sein kann.

“Angst vor dem Leid ist schlimmer als das Leiden selbst.”
(Sprichwort)


Das sind die typischen Symptome von Raumangst und Platzangst

  • Herzklopfen und Herzrasen. Man spürt auf einmal sein Herz, was sonst nicht der Fall ist.
  • Der Schweiß kann ausbrechen. Entweder wird einem heiß, oder man hat kalten Schweiß auf der Haut.
  • Es wird eng in der Brust.
  • Man beginnt zu zittern. Panik steigt in einem auf.
  • Man hat das Gefühl, ersticken zu müssen.
  • Der Magen krampft sich zusammen. Man befürchtet, verrückt zu werden und die Kontrolle zu verlieren.
  • Der Mund wird trocken. Übelkeit steigt auf, Brechreiz kann auftreten.
  • Man fühlt sich schwach. Die Glieder zittern oder werden taub.

Wenn der Betroffene nicht gelernt hat, die Panik durch entspannende Übungen wie Atemübungen oder Suggestionen unter Kontrolle zu bekommen, verschwindet sie in der Regel erst dann wieder, wenn die Situation sich auflöst.

Wie entsteht Klaustrophobie?

Wie jede andere Angststörung hat auch die Klaustrophobie vielfältige Ursachen. Es gibt auch einige Risikofaktoren, die das Auftreten einer solchen Panik begünstigen. Einem Betroffenen ist meist jedoch nicht bewusst, warum er sich mit dieser Angst herumschlagen muss. Es sei denn, es gibt einem konkreten Auslöser, an den man sich erinnern kann, etwa das Steckenbleiben im Fahrstuhl.

Es kann sehr hilfreich sein, in der eigenen Familie das Thema Klaustrophobie anzusprechen, vor allem, wenn sie scheinbar aus unerfindlichen Gründen aufgetaucht ist. Häufig adoptiert man das Verhalten der eigenen Eltern oder anderer Betreuungspersonen, die sich in einer alltäglichen Situation entsprechend geäußert haben. Man selbst erinnert sich aber vielleicht gar nicht mehr daran und wird dennoch davon beeinflusst, dass man als Kleinkind mit der klaustrophobischen Tante im Fahrstuhl fahren musste.

Oft kommen mehrere Faktoren zusammen, bis eine Raumangst auftritt. Wir haben die wichtigsten aufgeführt.

Übrigens: Wenn die Klaustrophobie mit Hypnose behandelt wird, müssen die Ursachen nicht bekannt sein. Wir arbeiten direkt mit dem Unterbewusstsein.

Was sind die Ursachen für Klaustrophobie?

  • Häufig ist eine genetische Disposition vorhanden.
  • Verschiedene Krankheiten können das Entstehen einer Klaustrophobie begünstigen. Das gilt auch für den Missbrauch von Drogen bzw. Genussgiften, beginnend bei Nikotin und Alkohol.
  • Psychische Ursachen sind häufig der Auslöser einer Raumangst. Stress, eine Dauerbelastung im Job oder Privatleben, Verluste, Todesfälle oder schwere Krankheiten in der Familie oder die Arbeitslosigkeit können so belastend sein, dass sie die Angststörung mit sich bringen. Sind diese Situationen bereinigt oder verarbeitet, dann verschwindet die Panik meist von selbst.
  • Der Grundstein für Angststörungen wird häufig in der Kindheit gelegt, wobei wir uns hier an zwei gegenüberliegenden Polen wiederfinden. Einerseits können überbesorgte und extrem behütende Eltern Ängste auslösen, weil sie das Kind vor jeder Herausforderung schützen. Andererseits können vernachlässigte Kinder eine solche Angst entwickeln, denn sie sind am ehesten in der Gefahr, schlechte Erfahrungen zu machen.

“Die Eindrücke der Kindheit wurzeln am tiefsten.”
(Karl Emil Franzos)

  • Bei vielen Personen wird die Klaustrophobie durch ein tatsächliches Ereignis ausgelöst. Wer in einem Fahrstuhl steckenblieb, nach einem Unfall im Auto eingesperrt war oder in einer beengten Umgebung eine schlechte Nachricht bekommen hat, wird dieses Erlebnis abspeichern und immer wieder (unbewusst) befürchten, dass ihm etwas Ähnliches erneut widerfahren könnte.

Was hilft gegen Klaustrophobie?

Sie haben beschlossen, etwas gegen Ihre Raumangst zu tun – das ist eine sehr gute Entscheidung. Es gibt keinen Grund, sich für diese Ängste zu schämen. Die Klaustrophobie ist eine Angststörung, die sehr häufig auftritt. Sich einzugestehen, dass man ein Problem hat, ist der erste Weg zur Heilung. Hier sind einige Tipps und Hinweise:

  • Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Angst keine persönliche Schwäche ist. Häufig ist es so, dass dem ersten Auftreten der Klaustrophobie eine Phase enormer seelischer Belastung vorausging. Man könnte also sagen, die Angst ist ein Hilferuf der Seele, die gehört werden will.
  • Eine Klaustrophobie ist in manchen Fällen eine adoptierte Verhaltensweise. Sie hat nur bedingt etwas mit Ihnen selbst zu tun. Wir unterstützen Sie dabei, sich von dieser Angst zu befreien.
  • Eignen Sie sich Atemübungen zur Entspannung an oder versuchen Sie autogenes Training. Dabei handelt es sich um eine Art der Selbstbeeinflussung, mit der viele Patienten gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Wenn Sie allein nicht weiterkommen, nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch. Wir haben viel Erfahrung darin, die Klaustrophobie zu besiegen. Die Hypnose arbeitet mit Ihrem Unterbewusstsein und verankert dort neue Glaubenssätze und Verhaltensweisen. Dadurch verliert die Angst an Macht und Einfluss, Sie können Ihre Entscheidungen selbstbestimmt treffen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich beraten – der Weg aus der Angst ist nur einen Schritt entfernt.

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